
Am 2. Mai noch nichts vor? Dann hierhin!

Ist es da ein Zufall, dass ich gerade danach entdecke, dass der 80er Kultfilm „Decoder“ (mit Burroughs, FM Einheit, Genesis P-Orridge) als CC-lizensierter Download verfügbar ist?
Liebe punkrockige Nachbarn,
auch wenn ich dem Angebot, euren nächtlichen Gesprächen aufmerksam zu lauschen, nur wenig Interesse entgegenbringen kann, lieber als diese „Teenager“ seid ihr mir immer noch:

Finde es hier heraus. (pdf)
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Nachdem mich letztens jemand netterweise auf diese Sammlung von Zizeks Essays hingewiesen hat, hab ich mich dann auch mal gefragt, ob er eigentlich in irgendeiner Form mit Laibachs NSK assoziiert gewesen ist (er war’s!). Laibach? NSK? Man drücke „Play“….
PS: Hier das Original. Vielleicht fällt ja jemandem die Gemeinsamkeit auf.
Diese Details im Hinterkopf lauschte ich also den Erzählungen aus den USA, lernte, dass die Menschen in den USA stark gegen den körperlichen Verfall ankämpften, der Jetlag anstrengend und der Vortragsraum äußerst angenehm eingerichtet gewesen sei. Gleiches gelte auch für die Reaktion der Zuhörer, nach dem Vortrag sei ein kleiner Jude namens Dave, man müsse nämlich wissen, dass es von diesen Leuten in bestimmten Kreisen ziemlich viele gäbe, zum Vortragenden gekommen und habe um Rat gefragt, wie man denn auch ein großer Denker werden könne. „2 Bücher bis 35″ habe er geantwortet, meinte der Vortragende und mir ist bis jetzt noch nicht so wirklich klar, ob die Frage auf die Person Auerbachs oder Vortragenden gezielt hat, aber ich schweife ab. Folgendermaßen ging es dann nämlich weiter, denn schließlich sei Auerbach ja nicht der einzige Intellektuelle gewesen, der die USA zu seiner Zwangsheimat gemacht habe, Kracauer und Panofsky, zum Beispiel hätten beide in New York Halt gemacht. Dass auch Adorno bis 1941 in New York lebte, scheint der Marburger Professor nicht für erwähnenswert gehalten zu haben. Dies alles über mich ergehen lassend, schließlich war ich ja gekommen, um meiner Kommilitonin zur guten Note zu gratulieren, drifteten meine Gedanken langsam in angenehmere Gefilde ab, bis mich der Vortragsreisende wieder in die Gegenwart zurückholte und das äußerst unsanft. Ein Wissenschaftler in New York habe es folgendermaßen ausgedrückt: der Hitler schüttele am Baume und wir sammeln die Früchte ein. Schadenfroh lachte ich, das hatten die blöden Deutschen auch verdient, aber schon einige Momente später war ich mir der Angemessenheit meines Gelächters nicht mehr sicher. Was war denn mit Walter Benjamin, dem Freund von Auerbach, der auf der Flucht in Spanien ums Leben kam? Und was war eigentlich mit den „Früchten“, die das Pech hatten von den Nazis in die Waggons nach Auschwitz und Treblinka aufgesammelt zu werden? Und so fügte sich eins zum anderen, die Rede von den „zwölf schlimmen Jahren“ in den Vorlesungen, die Bemerkungen über diese Leute, die sich in bestimmten Kreisen sammeln würden und so weiter und so fort. Was ich bisher nur aus Erzählungen Dritter kannte, wurde mir nun quasi auf dem Silbertablett serviert, keine besonders schöne Erfahrung, aber durchaus mitteilenswert.
Glücklich darüber, dass der Vortragsreisende nicht mein Prüfer ist und frustriert über soviel Ignoranz im fortgeschrittenen und durchaus belesenen Lebensalter ging ich wieder an meine Karteikarten, freute mich darauf, das Kapitel Marburg bald beenden zu können und verspüre seitdem den Drang, auch einmal einen Blogeintrag mit Adorno zu beenden:
„Die Behauptung, daß Hitler die deutsche Kultur zerstört habe, ich nichts weiter als ein Reklametrick derer, die sie von ihren Telefontischen aus wieder aufbauen wollen.“
Hm, das hat wirklich geholfen…
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Wiglaf Droste meinte einmal, das Anmaßende an Männergruppen sei einfach nur der Umstand gewesen, dass Männer auch noch dafür belohnt werden wollen, wenn sie das Normalste der Welt äußern, nämlich, dass auch sie Gefühle besäßen und dieser Vergleich erinnerte mich an das Konzert gestern abend.
Natürlich geht es auch anders. Mt. Eerie, zum Beispiel, der ehemalige Bassist der Microphones, schafft es mit einer einzelnen Gitarre und seiner Stimme eine Stimmung einzufangen, die ich als sehr beklemmend intim bezeichnen würde. Vielleicht bekommt man das ja auch mal in Deutschland zu hören.
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