kubia

Archive for Januar 2006|Monthly archive page

Schwitt’R’us?

In Allgemein on Januar 31, 2006 at 1:27 am

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Neulich habe ich in einem weltbekannten Klangklötzchenschieber-Forum einen schwedischen Musikstudenten kennengelernt. Er würde einen Essay über Matmos schreiben, ob ich ihm weiterhelfen könnte. Hab ich natürlich getan. Nicht dass ich wirklich ein Fan von dieser CultStud-Schreibe über Pop wäre, die darauf hinausläuft, im Bravo-Leserbrief-Stil die Zitate auf den ersten beiden Blumfeld-Platten zu identifizieren, aber Matmos…..das ist was anderes.

Zwar sind auch Drew Daniel und Martin Schmidt Gesandte im Dienste der Bricolage, doch wo Blumfeld den Bücherschrank der Eltern nach Punchlines geplündert haben, haben Matmos einfach mal das Umblättern mit dem Sampler archiviert. Und das war nur der Anfang, es folgten Hurdy-Gurdys, Liposuktionen und ein Theremin, das von einem Glas voller Schlangen gespielt wurde.

Wer wissen will wie das klingt und warum man den Darmtrakt einer Kuh nicht mit auf Tour nehmen kann, sollte sich das umwerfend tolle Videoportrait ansehen, das Jon Whitney für Brainwashed gedreht hat.
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Little Computer People

In Schnitt on Januar 29, 2006 at 1:00 am

Image hosting by Photobucket Ob Nerds jetzt die Welt besser machen oder nicht, sollte sich mit dem Lesen dieser Frage eigentlich schon beantwortet haben. Ohne den Mathe-Club müsste ich diese Nachricht per Brieftaube oder Eilkurier versenden, erstere gefährdet durch die Vogelgrippe, letzterer durch die Räuber des Lahntals. Umso trauriger, dass den Tüftlern immer noch nicht der gebührende Respekt entgegengebracht wird.

Douglas Coupland hat es in Microserfs probiert. Leider mussten die sympathischen Außenseiter zu Menschen mutieren, damit der Roman über sowas wie einen Plot verfügte. Und in 23 gab der Computer-Freak den Hacker, einen geistig verwirrten Robin Hood im Dienste der Meinungsfreiheit, angetrieben durch die Lektüre einer nicht nur vom Sachgehalt nervigen Verschwörungstheorie.

Da ist man über „The IT-Crowd“ fast schon ein wenig dankbar. Zwei ein wenig idiosynkratisch sprechende IT-Menschen im Basement einer merkwürdigen Firma bekommen einen neuen Boss, nach eigener Aussage eine „people person“, deren Computer-Kenntnisse in etwa dem Niveau des Windows-Führerscheins entsprechen, den meine Mutter Ende der Neunziger für die Arbeit machen musste, will sagen, sie kann zwischen Klick und Doppel-Klick unterscheiden. Wie man es sich vorstellt: Opposites attract. Die Frau sorgt für die Sozialkontakte, die Jungs für den technischen Blick durch ihre überdimensionierten Brillen, das ist kurzweilig, manchmal ein wenig vorhersehbar und, obwohl Momus durch das ziemlich brutale „Gender-Reversal“ abgeschreckt ist, mit Liebe zum Detail gemacht. Und das beste ist: obwohl im englischen Fernsehen noch nicht angelaufen, kann man es sich auf der Channel 4-Website schon mal ansehen. Einfach so, mit Klick und Doppel-Klick.
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In Allgemein on Januar 24, 2006 at 8:20 am

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„In the Wassertorstrasse one week was much like another. Our leaky stuffy little attic smelt of cooking and bad drains. When the living-room stove was alight, we could hardly breathe; when it wasn’t we froze. The weather had turned very cold.“
(C.Isherwood: Goodbye to Berlin)

Ebenfalls aus Berlin, aber herzerwärmend: der Staubgold-Podcast.
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Die Sidebar macht’s!

In Mittendrin on Januar 16, 2006 at 1:00 am

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Endlich brauchen wir uns nichts mehr vorzumachen. Wer immer noch denkt, dass diese „current music“-Felder in Foren, blogs oder sonstigen Digitalkommunikationskanälen zur Darstellung eines außerordentlichen Musikgeschmacks gedacht wären, wird hiermit endlich eines Besseren belehrt. Amerikanische Wissenschaftler (sic!) haben tatsächlich herausgefunden, dass junge College-Studenten in Musik und Persönlichkeitsprofil im Grunde genommen eins sind, nämlich durch und durch kongruent. Was heisst das nun konkret?

„Die Studie lege nahe, dass Menschen „ein intuitives Verständnis der Verbindungen zwischen musikalischen Vorlieben und der Persönlichkeit“ besitzen, schreiben Rentfrow und Gosling. So seien Freunde von energiegeladener, enthusiastischer Gesangsmusik korrekt als extravertiert eingeordnet worden. Anhänger von Country-Musik seien von den anderen Teilnehmern als emotional stabil und Jazz-Liebhaber als intellektuell charakterisiert worden – was ebenfalls stimme. Diese Zusammenhänge erlaubten es, relativ zuverlässig vom Musikgeschmack eines Menschen auf dessen Persönlichkeit zu schließen, fassen die Forscher zusammen.“

So, damit jetzt auch alle Bescheid wissen: Meine momentane Liste schwankt zwischen Country-Musik mit (Souled American) und ohne (Skygreen Leopards) enthusiastischem Gesang, energiegeladener Musik ohne störende Vocals (Vibracathedral Orchestra) und Krautrockzitat-Electronica (Jan Jelinek). Vermutlich macht mich das dann zu einem emotional stabilen extravertierten Kopisten ohne Intellekt. Grund genug noch schnell eine John Coltrane-Platte aufzulegen…

Ma’boro Men?

In Allgemein on Januar 13, 2006 at 1:00 am

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Den Trailer schon gesehen, das Review schon gelesen, aber immer noch Zeit bis zum Deutschlandstart?

Wie wär’s dann mit der Vorlage?
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Dieser Mensch betet für Elfmeter

In Allgemein on Januar 8, 2006 at 10:50 pm

Ein besonderes Highlight am Leben in mittelhessischen Bergdörfern ist folgendes: Selbst bei einem harmlosen Spaziergang findet man mit großer Wahrscheinlichkeit ein Fotomotiv.

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