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Archive for April 2006|Monthly archive page

In Die, uns und icke on April 30, 2006 at 1:00 am

Am 2. Mai noch nichts vor? Dann hierhin!

In Allgemein on April 28, 2006 at 8:45 pm
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In Allgemein on April 28, 2006 at 1:43 am

2 Dinge sind mir heute beim Besuch der Filiale einer großen Buchhandelskette aufgefallen:1. In der Politikabteilung gibt es ein Fach namens Kapitalismuskritik.
2. Im Bookshop war reichlich William Burroughs erhältlich.

Ist es da ein Zufall, dass ich gerade danach entdecke, dass der 80er Kultfilm „Decoder“ (mit Burroughs, FM Einheit, Genesis P-Orridge) als CC-lizensierter Download verfügbar ist?

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In Allgemein on April 26, 2006 at 11:06 am

Liebe punkrockige Nachbarn,

auch wenn ich dem Angebot, euren nächtlichen Gesprächen aufmerksam zu lauschen, nur wenig Interesse entgegenbringen kann, lieber als diese „Teenager“ seid ihr mir immer noch:

„Eine Studie der Hamburger „tfactory“, einer Agentur für Jugendmarketing, kam im vergangenen Jahr zu dem Schluss: Rund 54 Prozent der deutschen Teenager lehnen Gothics ab, 47 Prozent könnten auf Punks gut verzichten.“

Identity Politics-Welcher Typ von Prekarisierung könnte dein Herzblatt sein?

In Allgemein on April 25, 2006 at 8:03 pm

Finde es hier heraus. (pdf)
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Nie um eine faule Ausrede verlegen…

In Allgemein on April 25, 2006 at 5:07 pm

Nachdem mich letztens jemand netterweise auf diese Sammlung von Zizeks Essays hingewiesen hat, hab ich mich dann auch mal gefragt, ob er eigentlich in irgendeiner Form mit Laibachs NSK assoziiert gewesen ist (er war’s!). Laibach? NSK? Man drücke „Play“….

PS: Hier das Original. Vielleicht fällt ja jemandem die Gemeinsamkeit auf.

Miminalmoral?

In Mittendrin on April 22, 2006 at 1:00 am
Für gewöhnlich geht mir ja auf der Mitte eines Frustpostings die Luft aus, und ich entschließe mich, den Frust bei einem Bier, einer Session in Ableton Live oder der Lektüre von ein paar Max Goldt-Kolumnen beiseite zu legen, aber eine Geschichte vom Mittwoch will mir nicht aus dem Kopf gehen.Eine Kommilitonin hatte an diesem besagten Mittwoch Prüfung, die sie auch wie zu erwarten war, mit der bravourösesten aller Noten verließ, und als ich sie danach beglückwünschen wollte, sah ich schon von weitem, dass dieser Besuch einen Preis haben würde. Am Tisch stand ein gemeinsamer Professor, der offensichtlich meinte, sich nach der Notenvergabe noch ein wenig Smalltalk erlauben zu können. Das kann ja auch ganz nett sein, schließlich war besagter Professor kurz zuvor in den USA gewesen, um dort einen Vortrag über den Romanisten Erich Auerbach zu halten. Dieser Auerbach ist vermutlich allen Literaturstudenten durch sein Werk „Mimesis“ bekannt, das er 1946 im Istanbuler Exil verfasste.Exil? Genau, Auerbach, der bis zum Berufsverbot für jüdische Hochschullehrer 1935 Professor an der Philipps-Universität Marburg gewesen war, verließ das Land aus den naheliegenden Gründen und starb schließlich 1957 in den USA. Sein Nachfolger in Marburg wurde übrigens Werner Krauss, der später für seine Widerstandstätigkeit, der Hinrichtung nur knapp entkommen, mehrere Jahre in NS-Gefängnissen verbringen sollte und dort den antifaschistischen Schlüsselroman „PLN“ verfasste.

Diese Details im Hinterkopf lauschte ich also den Erzählungen aus den USA, lernte, dass die Menschen in den USA stark gegen den körperlichen Verfall ankämpften, der Jetlag anstrengend und der Vortragsraum äußerst angenehm eingerichtet gewesen sei. Gleiches gelte auch für die Reaktion der Zuhörer, nach dem Vortrag sei ein kleiner Jude namens Dave, man müsse nämlich wissen, dass es von diesen Leuten in bestimmten Kreisen ziemlich viele gäbe, zum Vortragenden gekommen und habe um Rat gefragt, wie man denn auch ein großer Denker werden könne. „2 Bücher bis 35“ habe er geantwortet, meinte der Vortragende und mir ist bis jetzt noch nicht so wirklich klar, ob die Frage auf die Person Auerbachs oder Vortragenden gezielt hat, aber ich schweife ab. Folgendermaßen ging es dann nämlich weiter, denn schließlich sei Auerbach ja nicht der einzige Intellektuelle gewesen, der die USA zu seiner Zwangsheimat gemacht habe, Kracauer und Panofsky, zum Beispiel hätten beide in New York Halt gemacht. Dass auch Adorno bis 1941 in New York lebte, scheint der Marburger Professor nicht für erwähnenswert gehalten zu haben. Dies alles über mich ergehen lassend, schließlich war ich ja gekommen, um meiner Kommilitonin zur guten Note zu gratulieren, drifteten meine Gedanken langsam in angenehmere Gefilde ab, bis mich der Vortragsreisende wieder in die Gegenwart zurückholte und das äußerst unsanft. Ein Wissenschaftler in New York habe es folgendermaßen ausgedrückt: der Hitler schüttele am Baume und wir sammeln die Früchte ein. Schadenfroh lachte ich, das hatten die blöden Deutschen auch verdient, aber schon einige Momente später war ich mir der Angemessenheit meines Gelächters nicht mehr sicher. Was war denn mit Walter Benjamin, dem Freund von Auerbach, der auf der Flucht in Spanien ums Leben kam? Und was war eigentlich mit den „Früchten“, die das Pech hatten von den Nazis in die Waggons nach Auschwitz und Treblinka aufgesammelt zu werden? Und so fügte sich eins zum anderen, die Rede von den „zwölf schlimmen Jahren“ in den Vorlesungen, die Bemerkungen über diese Leute, die sich in bestimmten Kreisen sammeln würden und so weiter und so fort. Was ich bisher nur aus Erzählungen Dritter kannte, wurde mir nun quasi auf dem Silbertablett serviert, keine besonders schöne Erfahrung, aber durchaus mitteilenswert.

Glücklich darüber, dass der Vortragsreisende nicht mein Prüfer ist und frustriert über soviel Ignoranz im fortgeschrittenen und durchaus belesenen Lebensalter ging ich wieder an meine Karteikarten, freute mich darauf, das Kapitel Marburg bald beenden zu können und verspüre seitdem den Drang, auch einmal einen Blogeintrag mit Adorno zu beenden:

„Die Behauptung, daß Hitler die deutsche Kultur zerstört habe, ich nichts weiter als ein Reklametrick derer, die sie von ihren Telefontischen aus wieder aufbauen wollen.“

Hm, das hat wirklich geholfen…

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In Allgemein on April 8, 2006 at 7:10 pm

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Höflich aus Prinzip=Anders als lustig.

In Allgemein on April 5, 2006 at 6:21 pm

Die Jungle World titelt, ich folge. Gestern abend war ich auf einem Konzert von The White Birch, auch auf Empfehlung meines Mitbewohners Vincent und von Christian, der einen sehr enthusiastischen Bericht über sie geschrieben hat. Eigentlich gibt es nichts, was an dieser Band auszusetzen wäre. Die Musiker sind unprätentiös, freundlich im Umgang mit dem Publikum und ihr Englisch ist zwar nicht frei von Akzent, aber immerhin idiomatisch. (Was man vom aus dem Publikum zu hörenden „how surprising“ nicht behaupten kann). Kurzum, die Ingredienzien für einen netten Abend stimmten, aber wie das mit der Nettigkeit so ist, kippt sie manchmal eben in gepflegte Langeweile um: Piano-Passagen, falsettiger Gesang und eine Menge Hall auf Stimme, Gitarre und Synthesizer, eben alles, was als „gefühlvoll“ durchgeht, aber genau wegen dieses Hausierens mit der eigenen Wimpyness schon wieder ziemlich aufdringlich ist.

Wiglaf Droste meinte einmal, das Anmaßende an Männergruppen sei einfach nur der Umstand gewesen, dass Männer auch noch dafür belohnt werden wollen, wenn sie das Normalste der Welt äußern, nämlich, dass auch sie Gefühle besäßen und dieser Vergleich erinnerte mich an das Konzert gestern abend.

Natürlich geht es auch anders. Mt. Eerie, zum Beispiel, der ehemalige Bassist der Microphones, schafft es mit einer einzelnen Gitarre und seiner Stimme eine Stimmung einzufangen, die ich als sehr beklemmend intim bezeichnen würde. Vielleicht bekommt man das ja auch mal in Deutschland zu hören.

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Metaphors we live by: “Liberal Communism”

In Allgemein on April 2, 2006 at 5:19 pm

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